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Steuer auf Plastiktüten
Steuer auf Plastiktüten
Im Rahmen der Reform des Abfallgesetzes fordern die Grünen Steuern auf Tüten aus Plastik von mindestens 22 Cent pro Tüte. In anderen Ländern, wie Irland, werden Plastiktüten bereits hoch besteuert oder sind gar verboten. Ziel der Forderung ist das Umweltbewusstsein der Verbraucher zu stärken, denn mit Einführung der Steuer würde der Plastiktütenverbrauch stark sinken. Ausserdem sollen die Einnahmen, die aus einer Plastiktüten-Steuer resultieren werden unter anderem für bessere Verbraucherinformationen und die Weiterentwicklung von umweltfreundlichen Verpackungen verwendet werden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) plädiert ebenfalls für Maßnahmen zur Reduzierung des Plastiktüten-Verbrauchs. Völlig anders bewertet jedoch der Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) den Vorstoß der Grünen. Der Verbrauch in Deutschland sei stark zurückgegangen, seitdem Plastiktüten in Supermärkten beispielsweise Geld kosten.
Das Umweltbundesamt schätzt, dass jedes Jahr 5 Millionen Plastiktüten für den deutschen Markt hergestellt werden - das entspricht einem Durchschnitt von 65 Tüten pro Person. Im Durchschnitt verbraucht jeder EU- Bürger jährlich sogar 500 Plastikbeutel. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages geht davon aus, das Jahr für Jahr mehr als 500 Milliarden Plastiktüten produziert werden, was fatale Folgen auf die Umwelt hat, da die Tüten nicht biologisch abbaubar sind. Sowohl an Land als auch im Wasser gefährden sie Tiere und können so in die Nahrungskette gelangen. In Italien und Indien sind Plastiktüten bereits komplett verboten und in Australien wird ebenfalls über ein Komplettverbot für Plastiktüten nachgedacht.

















































